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open-phacts-150Die Suche nach neuen Medikamenten ist langwierig und kostspielig. Von 5.000 Wirkstoffkandidaten schafft es im Durchschnitt einer bis zum Medikament. Mit Open PHACTS gibt es nun eine innovative Plattform, die von Universitäten und Pharmafirmen gemeinsam entwickelt wurde, um riesige Datenmengen aus dem Internet für die Arzneimittelforschung zu nutzen. Foto: (c) S.Erik

Ist der Turnus noch zu retten?

mediziner_podium_200Jungmediziner sind auf den Turnus nicht angewiesen. Ihnen eröffnet sich ein breites Spektrum an beruflichen Möglichkeiten. Industrie und Öffentliche Verwaltung, Management und Forschung, Pharma, Medizintechnik, Biotechnologie etc. – die Auswahl ist groß. Der Turnus wird zu einer der Optionen nach der Promotion und Krankenhäuser müssen  sich zusehends um Bewerber bemühen. So das Ergebnis der Podiumsdiskussion an der Mdizinischen Universität Wien am 19.Oktober.
Die Podiumsdiskutanten v.l.n.r.

Dr. Christoph Baumgärtel, AGES PharmMed
Dr. Uwe van Ahsen, INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH
Dr. Robin Rumler, Pfizer Austria, Pharmig
Dr. Ernest Pichlbauer, Gesundheitsökonom
MMag. Peter Grill, GRPconsult
Dr. Wolfgang Pankl, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie

 

pankl_100apx Vermittler zwischen Wissenschaft und Patient

Man muss sich bewusst sein, dass man als Arzt oder Ärztin zwischen Wissenschaft auf der einen und dem Patienten auf der anderen Seite steht. Neben der fachlichen Kompetenz zeichnen einen guten Arzt ein großes Maß an Empathie aus. "Mitfühlen, aber nicht mitleiden, erschütterbar sein, aber fest bleiben" sind für mich - wenn man so will - Leitsätze geworden . Je mehr wir aufgefordert sind, in das Leben des Patienten einzugreifen, desto mehr müssen wir die Lebenswelten des Patienten anerkennen.(Pankl)

pichlbauerEnger Entscheidungsspielraum bei der Ärzteausbildung

"Das Medizinstudium ist ausschließlich darauf ausgerichtet, Ärzte auszubilden. In der Ausbildung sind weder wissenschaftliche noch wirtschaftliche, gesundheitsökonomische oder sozialmedizinische Schwerpunkte vorgesehen. Also all jene Kompetenzen, die es fertigen Medizinern erleichtern würden, auch in anderen Branchen Fuß zu fassen."(Pichlbauer)

muellner1_100px Entscheidungen, die Millionen betreffen.

Univ. Prof. Dr. Marcus Müllner,  AGES PharmMed "In der klinischen Praxis wird man durch klinische Erfolge und die Zufriedenheit von Patienten unmittelbar belohnt. Das gibt es bei uns leider nicht, aber, was man gut macht, nützt mit einem Schlag sehr vielen Menschen - Tausenden bis Millionen. Das gilt natürlich auch für die Fehler, die man macht."
Im Gespräch mit life-science Karriere Services